Pressemitteilung vom 19.01.2012

Am 16.01.12 hat die NWZ in den Artikeln „Von Mohren und Kröten“ und „Ohne Ministerpräsident“ über die Nichteinladung von Ministerpräsident Kretschmann zur Donzdorfer Prunksitzung berichtet. Der Kulturring Donzdorf e.V. hat kein Problem damit, wenn neben der hervorragenden und gelungenen positiven Berichterstattung auch negative Themen aufgegriffen werden. Ganz besonders wenn diese wie im Kommentar närrisch verpackt zu Papier gebracht werden. Wenn allerdings Personen namentlich in einer Zeitung mit einer Auflage von über 30.000 Stück unter der Angabe von falschen Fakten diskreditiert werden, dann ist die Grenze einer angemessenen Berichterstattung für den Verein überschritten. Zumal die Möglichkeit einer persönlichen Stellungnahme nicht gegeben war, da seitens der Redaktion keine Rückfrage bei der betroffenen Person erfolgte.

Hierzu stellt der Kulturring Donzdorf e.V. fest, dass Ministerpräsidenten keineswegs seit „Menschengedenken“, sondern erst seit dem Jahr 2001 zu den Donzdorfer Prunksitzungen eingeladen waren. Damals musste Erwin Teufel leider mehrfach aufgrund Terminüberschneidungen seinen Besuch absagen. Die Einladung an Günther H. Oettinger und Stefan Mappus erfolgten im Rahmen des Närrischen Staatsempfanges der Landesregierung Baden-Württemberg, der jedes Jahr am Fasnetsdienstag stattfindet. Hier wurde der persönliche Kontakt gesucht und die Einladung ausgesprochen. Die jeweils im Herbst versendete schriftliche Erinnerung an die Prunksitzungen war lediglich über die persönlichen Beziehungen möglich gewesen. Mit dieser Vorgehensweise wurde auch die Einladung im vergangenen Jahr an Stefan Mappus ausgesprochen und von ihm sehr gerne mit Begeisterung entgegengenommen. Dieser Umstand wurde unverständlicher Weise in dem Artikel und Kommentar angeprangert.

Leider bestehen zu Herrn Ministerpräsident Winfried Kretschmann diese persönlichen Kontakte auf Seiten des Kulturring Donzdorf e.V. bisher nicht. Deshalb wurde innerhalb des Präsidiums vereinbart diesen Kontakt auf dem diesjährigen Staatsempfang herzustellen. In diesem Rahmen soll die Donzdorfer Fasnet mit ihren Facetten erklärt und die Einladung für die 53. Prunksitzungen persönlich ausgesprochen werden.

Eberhard Schmid ist unmittelbar nach dem Lesen des diffamierenden Berichtes von seinem Ehrenamt zurückgetreten. Nach über 20 Jahren aufreibender Arbeit als Präsident, war für ihn die Grenze der Zumutbarkeit nach dieser öffentlichen Verunglimpfung verständlicherweise erreicht.

Der Kulturring Donzdorf e.V. bedankt sich an dieser Stelle für die herausragende Vereinsarbeit von Eberhard Schmid. Er war über zwei Jahrzehnte für den Verein verantwortlich  und hat diesen mit Weitblick zukunftsfähig gestaltet und als Dachverband der Donzdorfer Vereine kontinuierlich ausgebaut. Die unzähligen fastnachtlichen Neuerungen und Ideen in allen Bereichen wurden durch ihn initiiert, getragen und sehr oft mit immensem Herzblut umgesetzt. Das heutige Gesicht und die Bedeutung der Donzdorfer Fasnet in der weiten Region verdankt der Kulturring Donzdorf e.V. zu großen Teilen seiner Führung.

Der Kulturring Donzdorf e.V. wird bis zur Hauptversammlung im Mai durch den Vizepräsident Alexander Müller geleitet, der einzelvertretungsberichtigter Vorstand des Vereines ist. Das gesamte Präsidium mit den angeschlossenen Elferräten und Mitarbeitern wird seine Aufgaben in der gewohnten Form erfüllen. Damit können alle Veranstaltungen in der bekannten Art und Weise des Vereines stattfinden und es wird zu keinen Abstrichen für die Gäste der Donzdorfer Fasnet kommen.


48. HAUPTVERSAMMLUNG  2011

Einen sehr großen Zuspruch fand die die 48. Hauptversammlung des Kulturring Donzdorf e.V. am Donnerstag, 09. Juni 2011 im Nebenzimmer des Gasthaus „Stern“.  Nach der Begrüßung und Gedenken der Toten folgten die Rechenschaftsberichte der verschiedenen Sparten.

Präsident Eberhard Schmid lies das abgelaufene Jahr im Gesamtüberblick Revue passieren. Dabei fand er neben vielen lobenden Worten, auch einige Kritikpunkte, die es in Zukunft zu verbessern gilt. Insbesondere bemängelte er die teilweise einseitige Arbeitsaufteilung auf einige wenige Mitglieder. Dennoch stellte er klar, dass die abgelaufene Kampagne wieder rundum gelungen war. Die Mitgliedszahlen erhöhten sich zum 31. März 2011 von 254 auf 262 Mitglieder (davon 34 Jugendliche).

Sitzungspräsident Roland Hölldampf gab in gewohnter Art und Weise einen kurzweiligen Rückblick über die mitreißenden 51. Donzdorfer Prunksitzungen. Neben viel Lob, fand auch er einige mahnende Worte für die Zukunft: „Optimal wäre es, wenn jeder mehr tut, als er eigentlich tun müsste“.

Von einem mehr als gelungenem Umzug wusste Umzugsleiter Hans-Peter Wiegand zu berichten. Probleme gab es in diesem Jahr allerdings bei der Hallenbelegung für die Wagenbauer. Dies konnte vor allem durch die großzügige Unterstützung der Firmen in und um Donzdorf gelöst werden. In seinen Ausführungen wurde der enorme Organisationsaufwand dieser Mammutveranstaltung deutlich. Eine Hürde hatte das Organisationsteam noch mit der Verlegung des Ehrengastbereiches an den Wöhrplatz zu meistern. Doch auch diese konnte – mit einigem Mehraufwand – zur größten Zufriedenheit der Ehrengäste und Sponsoren überwunden werden.

Kulturreferentin Inge Traub zeigte, dass der Kulturring Donzdorf e.V. nicht nur aus „Fasnet“ besteht. Bildhaft schilderte sie die tollen Reisen, Ausfahrten und Theaterbesuche des Kulturring Donzdorf e.V., bedauerte aber, dass die angebotene Reise ins Elb-Land in diesem Jahr aufgrund zu geringer Resonanz abgesagt werden musste. Erwähnenswert im abgelaufenen Geschäftsjahr war noch die Übernahme der Abonnenten von der VHS Eislingen, die von Frau Traub nun hervorragend über den Kulturring Donzdorf e.V. betreut werden.

Trockene Zahlen präsentierte Schatzmeister Joachim Geiger. Nach dem letztjährigen deutlichen Minus (fünfstelliger Eurobetrag), hatte er in diesem Jahr aber zumindest Positives zu berichten. Durch die moderate Erhöhung der Eintrittsgelder und einen guten Fasnetsumzug konnte der Kulturring Donzdorf e.V. das Geschäftsjahr mit einem Plus von knapp 6.000 Euro abschließen.

Der  immense, finanzielle Verwaltungsaufwand wurde auch von den Kassenprüfern hervorgehoben, die die Entlastung des hervorragend arbeitenden Schatzmeisters nur empfehlen konnten. Das gesamte Präsidium wurde von den Anwesenden dann auch einstimmig entlastet.

Bei den Neuwahlen (hälftig auf 2 Jahre entsprechend Satzung) gab es folgende Ergebnisse:

  • Präsident Eberhard Schmid (5 Gegenstimmen, 1 Enthaltung)
  • Umzugsleiter Hans-Peter Wiegand (einstimmig)
  • Schatzmeister Joachim Geiger (einstimmig)
  • Kulturreferentin Inge Traub (einstimmig)


Das Amt des technischen Leiters wurde nicht mehr besetzt, die Verantwortlichen werden intern im Präsidium verteilt. Die operative Ausführung übernimmt wie bisher ein 4er-Germium des AK Dekoration mit Kurt Kessler als Ansprechpartner. Hans-Peter Wiegand blieb die Ehre Hans-Georg Barth als ausscheidender Technischer Leiter und damit Präsidiumsmitglied gebührend zu verabschieden.

Nach dem Jahresvorschau durch Präsident Eberhard Schmid und einige Punkte zum kommenden Stadtfest ging eine harmonische Hauptversammlung des  Kulturring Donzdorf e.V. zu Ende.

 

Donzdorfer Fasnet

 

www.donzdorfer-fasnet.de