53. Hauptversammlung, am 07. Juni 2016

Zur 53. Hauptversammlung des Kulturring e.V. laden wir die Einzelmitglieder sowie die Vertreter unserer Korporativmitglieder am Dienstag, den 07. Juni 2016, 20.00 Uhr ganz herzlich ins Nebenzimmer des Gasthaus „Stern“ ein.

Tagesordnung

01.  Begrüßung und Totengedenken
02.  Rechenschaftsberichte

02.1. Präsident
02.2. Sitzungspräsident
02.3. Umzugsleiter
02.4. Kulturreferentin
02.5. Schatzmeister

03.  Bericht der Kassenprüfer
04.  Aussprache zu TOP 02 + 03
05.  Entlastungen
06.  Wahlen

06.1. Präsidium

            06.1.1. Vizepräsident
            06.1.2. Schriftführer
            06.1.3. Sitzungspräsident
            06.1.4. Pressereferent
            06.1.5. Beisitzer
            (hälftige Wahl des Präsidiums auf 2 Jahre entspr. § 8 der Satzung; )

06.2. Kassenprüfer (1 Jahr)

07.  Information Sport und Kulturausschuss
08.  Jahresvorschau
09. Anträge
10. Verschiedenes

 

Informationen zur Spielzeit 2015/2016

Fahren Sie mit dem Besucherring ins Theater Ulm – bequem und kostengünstig

Einen Theaterabend soll man rundum entspannt genießen – das einzige, das für Aufregung sorgen darf, sind die Vorfreude und vielleicht noch die spannende Inszenierung. Mit einem Besucherring-Abonnement können Zuschauerinnen und Zuschauer bequem in ihrem Heimatort – beim Kulturring Donzdorf e.V. gilt dies für die Besucher aus Donzdorf, Donzdorf-Winzingen, Eislingen, Geislingen, Gingen, Kuchen, Lauterstein-Nenningen, Salach, Süßen und Waldstetten-Wißgoldingen - in den Bus steigen, werden zum Theater und zurück gefahren und haben dort zu jeder Abonnement-Vorstellung ihren ganz eigenen Platz sicher! Kein Schlangestehen, keine Parkplatzsuche und günstige Eintrittspreise sorgen so für einen rundum gelungen Theaterbesuch. Auch in der kommenden Spielzeit 2015/2016, die unter dem Motte CHAOS steht, gibt es insgesamt mehr als 60 unterschiedliche Abonnements im Theater Ulm.

Rückblick zur 52. Hauptversammlung, am 23. Juni 2015

Vor einer Woche fand die 52. Hauptversammlung des Kulturring im Gasthaus Stern statt. Ungefähr 45 Mitglieder folgten der Einladung von Präsident Alexander Müller und erlebten eine harmonische Versammlung.

Die Rechenschaftsberichte waren durchgehend positiv. Alexander Müller bedankte sich bei allen Mitgliedern, Helfern und Akteueren und lobte die große Bereitschaft und den Zusammenhalt im ganzen Verein. Die Mitgliederzahl stieg von 32 auf 33 Vereine, sowie von 271 auf 284 Einzelmitglieder, darunter 35 Jugendliche. Sitzungspräsident „Giga“ Geiger und Umzugsleiter Hans-Peter Wiegand konnten ebenfalls auf wiedereinmal gelungene Veranstaltungen zurückblicken. Zwar kam es beim Umzug zu einigen unglücklichen Unfällen mit Einsatz der Rettungskräften. Durch die hervorragende Organisation und Notfall-Abdeckung des gesamten Umzuggebietes konnte die Betroffenen innerhalb weniger Minuten optimal versorgt und behandelt werden. Das zeigt auf welchem hohen (Sicherheits)Niveau der Donzdorfer Umzug inzwischen organisiert ist.

Kulturreferinten Inge Traub gab einen kurzen Rückblick auf die abgelaufenen Theaters- und Kultursaison, ehe Schatzmeister Frank Wiedmann die nackten Zahlen präsentierte. Nach der letztjährigen Satzungsänderung endete das Geschäftsjahr erstmalig zum 31.12.2014 und war durch die Umstellung einmalig ein Rumpfjahr. Das Geschäftsjahr konnte der Kulturring finanziell erfolgreich abschließen.

Bei den Wahlen gab es keine Überraschungen. Präsident Alexander Müller, Schatzmeister Frank Wiedmann, Umzugsleiter Hans-Peter Wiegand, Kulturreferentin Inge Traub und der Technische „Marketing“ Leiter Martin Hofele wurden einstimmig wiedergewählt. Dem gesamten Präsidum wurde eine hervorragende Arbeit bestätigt und die Entlastung nach den positiven Berichten der Kassenprüfer einstimmig gewährt.

Im Anschluss wurde der Vorschlag des Präsidiums auf Erhöhung des Mitgliedsbeitrages von 20 auf 25 Euro für erwachsene Einzelmitglieder mit einer Enthaltung zugestimmt.

Am Ende kam es zu einer längeren Diskussion bezüglich dem neuen Ganztagesschulkonzept in der Grundschule. Durch anfangs angekündigte, im jetzigen Konzept aber fehlende Einbeziehung der Vereine, sehen diese große Probleme in der Auslastung ihrer (nach)mittaglichen Übungsstunden auf sie zukommen. Viele Stimmen sprachen von einer Gefahr im Rückgang der Vereinstätigkeit und damit der wichtigen Stellung des Vereinsleben in der Gesellschaft – gerade in einer Stadt wie Donzdorf. Der Kulturring übernimmt daher die Koordination der Kommunikation der Vereinsvertreter mit den zuständigen Verantwortlichen von Stadt und Schule, um eine für alle akzeptale Lösung erarbeiten zu können. Das gewachsene und gut funktionierende Vereinsleben sollte bei diesen, für unsere Gesellschaft so eminent wichtige Themen nicht so einfach übergangen werden.

50 Jahre Kulturring Donzdorf e.V.

Der Dachverband der Donzdorfer Vereine feiert Jubiläum

Zum 54. Mal begeisterten die Donzdorfer Punksitzung die Narren, der Umzug wird in der 57. Auflage die Zuschauerscharen nach Klein-Paris locken. Seit 50 Jahren obliegt, mit der Gründung des Vereines, dem Kulturring Donzdorf e.V. die Verantwortung über diese beiden Großveranstaltungen. Doch auch darüber hinaus kann der Verein in seinem Jubiläumsjahr auf ein breites kulturelles Betätigungsfeld in und für die Stadt Donzdorf zurückblicken.

Die Gründung des Kulturrings geht auf die Arbeitsgemeinschaft Donzdorfer Vereine zurück, die sich Ende 1957 etablierte. Vorrangiges Ziel der später als Fasnets-AG bekannten Vereinigung war es, die Donzdorfer Fasnet wieder zu beleben. Denn zu dieser Zeit erlebte man in Donzdorf ein sinkendes Niveau der Fasnetsveranstaltungen. Aus stimmungsvollen Bällen mit hervorragenden Programmen wurden reine Tanzvergnügen für die Jugend.

Die erste Bewährungsprobe hatte die Fasnets-AG im Jahr 1958 mit der Organisation des ersten Umzuges. Zwar waren bereits 1894 Umzüge in Donzdorf aktenkundig, das ganze sollte nun aber organisierter durchgeführt werden. Am Anfang musste man sich dabei in Klein-Paris noch mit Improvisation behelfen, Geld und Erfahrung war zu dieser Zeit noch nicht vorhanden. Am Ende war es sehr erstaunlich, was aus dem lange geheimnisumwitternden 1. Donzdorfer Fasnetsumzug herauskam. Zwar machte der Wettergott der Premiere ein Strich durch die Rechnung - Girlanden und Papierrosen lösten sich auf, der Gips bröckelte und die Farben liefen ineinander – der Stimmung tat dies bei den gut 3.000 Zuschauern aber keinen Abbruch.  Die NWZ titelte seiner Zeit: "Tausende sahen den Siegeszug der Narren im Lautertal".

Drei Jahre später rief die Fasnets-AG eine knapp 3-stündige Prunksitzung ins Leben, um den Fasnachtsbällen wieder neue Qualität einzuhauchen. Trotz aller Unkenrufe zum Trotz wurde die Veranstaltung ein voller Erfolg und ist auch heute noch mit jährlich 2.500 Zuschauern ein absoluter Publikumsmagnet.

Beide Veranstaltungen zählen heute zu den Eckpfeilern der Donzdorfer Fasnet und sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Allerdings war trotz der ersten Erfolge nicht alles eitel Sonnenschein. Die Vereinsvorstände zogen sich zunehmend aus der Mitarbeit in der Fasnets-AG zurück. Für die verbleibenden, wenigen Mitarbeiter war der Aufwand für beide Veranstaltungen zu groß. Erste Stimmen riefen nach einer besseren Aufteilung beider Bereiche. Als vorübergehende Lösung wurde ein separates Umzugsgremium gebildete, die Alleinverantwortung lag aber weiterhin beim Präsidenten der Fasnets-AG, zum dem 1959 Klemens Kehrer gewählt worden war.

Aus rechtlicher Sicht und aus Gründen des Versicherungsschutzes war die ein untragbarer Zustand, da Kehrer letztendlich persönlich für Schäden haftbar gewesen wäre. Um die Haftung besser eingrenzen zu können, wurde am 9.7.1964 der Kulturring Donzdorf als eingetragener Verein gegründet. Zwar sieht bis heute das Vereinsrecht eine persönliche Haftung der eingetragenen Vereinsvorstände vor, durch die Vereinsstruktur und die entsprechenden Versicherungen sind diese aber zumindest auf ein Minimum reduziert. Nichts desto trotz sollte sich der Staat in Anbetracht der Förderung des Ehrenamtes irgendwann Gedanken um die Reformierung des Vereinsrechtes und Anpassung der persönlichen Haftungsbeschränkung ähnlicher eine GmbH machen.

Der aus rechtlichen Aspekten gegründete Verein, bot aber nun auch die Strukturen, um die Fasnet, das Brauchtum, die Traditionen und das kulturelle Leben in Donzdorf weiter zu fördern. An erster Stelle führte Klemens Kehrer bis 1991 erfolgreich die Geschicke des Vereines und gilt damit als einer der Baumeister der Donzdorfer Fasnet. Leider verstarb der Ehrenpräsident  2013 im Alter von 92 Jahren.

Sein Nachfolger war Eberhard Schmid, der bereits viele Jahre zuvor aktiv im Verein und für die Donzdorfer Fasnet tätig war. Der Architekt führte die erfolgreiche Vorarbeit von Kehrer weiter und entwickelte neue Strukturen, die dem Verein bei seiner umfangreichen Arbeit auch heute noch hilfreich sind. Nach über 20 Jahren übergab er sein Amt 2012 an Alexander Müller, der aktuell die Geschicke des Vereines  leitet und das Jubiläumsjahr als aktiver Präsident anführen darf.

Dabei kann er auf vielfältige Tätigkeiten und über die Fasnet hinaus breit gefächerte Angebote seines Vereines zurückblicken. Knappe 18 Jahre war der Kulturring für die Betreuung der VHS Außenstelle Donzdorf zuständig und konnte mit mühevoller Kleinarbeit von 1970 über die Jahre hinweg ein breites Angebot auf dem Gebiet der Weiterbildung vermitteln. 1988 wurde die blühende VHS Außenstelle dann aus organisatorischen Gründen an die Stadtverwaltung übergeben.

Der im Jahre 1975 gegründete Filmclub war ebenfalls für etliche Jahre dem Kulturring angegliedert, bevor er zum Geschäftsjahresende 2002/03 seine Arbeit aus Kapazitätsgründen einstellte. Während seiner aktiven Zeit hielt er ganzjährig die wichtigsten Geschehnisse der Stadt Donzdorf in Bild und Ton mit Film- bzw. Videokamera fest.

Auch astronomisch ging es beim Kulturring einige Zeit hoch hinaus. 1985 wurde mit den Sternfreunden eine neue Abteilung in diesem Bereich gegründet. Diese erlebte in den ersten 10 Jahren ihres Bestehens eine derart positive Entwicklung, dass nach Fertigstellung der Messelberg-Sternwarte im Frühjahr 1995 der Beschluss gefasst wurde, die Sternfreunde e.V. ab 1996 auszugliedern und als eigenständigen Verein weiterzuführen.

Ein wichtiger Eckpfeiler ist bis heute das Angebot an Theaterfahrten und Kulturreisen. In Zusammenarbeit mit dem Besucherring Ulmer Theater betreut der Kulturring heute über 200 ständige Gäste, denen über organisierte Busfahrten der einfache Zugang zum Ulmer Theater angeboten wird. Die erfolgreiche Arbeit bestätigte sich im letzten Jahr darin, dass der Kulturring alle Ulmer Theaterabonnenten aus Eislingen zur Betreuung übernehmen konnte.

Über die 50 Jahre hinweg versucht der Kulturring aber auch seine Aufgabe als Dachverband über derzeit 33 Vereine wahrzunehmen. Dazu gehört unter anderem auch die Koordination, Herausgabe und Veröffentlichung des jährlich erscheinenden Veranstaltungskalenders, der alle Donzdorfer Termine in einem handlichen Druckerzeugnis bündelt.

Doch trotz allen kulturellen Angeboten und vereinsübergreifenden Arbeiten definiert sich der Kulturring Donzdorf doch immer noch zu großen Teilen über die Fasnet. Dazu gehört neben den beiden großen Veranstaltungen Prunksitzung und Umzug auch die Durchführung einer Kinderfasnet, seit knapp 2 Jahren einer Jugendfasnet und der Strassenfasnet mit Prinzenbeerdigung am Fasnetsdienstag. Darüber hinaus liegt mit dem Elften Elften natürlich auch der Auftakt zu jeder Kampagne im Verantwortungsbereich des Vereines. Der jeweilige Fasnetsprinz wird zwar in einem festgelegten Turnus von verschiedenen Vereinen gestellt, organisatorisch ist er aber ebenfalls dem Kulturring Donzdorf direkt unterstellt.

Jugendarbeit wird in Form von zwei Nachwuchsgruppen angeboten. Im Alter von 9 Jahren nimmt „s’Balletle“ die kleinsten Tänzerinnen auf, die mit 12 Jahren in die Jugendtanzgruppe „In Between“ wechseln können. Beide Gruppen wurden als Unterbau für das aktive Kulturring Ballett ins Leben gerufen und erfreuen sich größter Beliebtheit.

Darüber hinaus nimmt sich die eigens herausgegebene Fasnetszeitung, die „Närrischen Rundschau“ jährlich die Freiheit, lustige Begebenheiten, heitere Episoden aus dem abgelaufenen Jahr, himmelschreiende Ungerechtigkeiten und jegliche Art von Fettnäpfchen-Treterei von Donzdorfer Bürgern, Vereinen oder Verwaltung zum Amüsement der restlichen Bevölkerung der Stadt aufzuzeigen und in hintersinnigen Versen und Karikaturen zu publizieren.

Einen enormen Umfang, den der Verein vor allem während der fünften Jahreszeit zu leisten hat. Gesteuert wird der Verein von einem derzeitig siebenköpfigen Präsidium. Rechtliche und steuerliche Themen gehören dabei ebenso dazu, wie die Verwaltung der Finanzen, dem Marketing, der Rahmenorganisation der Veranstaltungen, Sponsorensuche oder der Öffentlichkeitsarbeit. Doch auch Präsident Müller weiß: „Ohne unsere Elferräte und die vielen Mitarbeiter wären wir machtlos. Letztendlich aber agieren wir alle nur im Hintergrund. Es sind unsere Mitwirkende und die Wagenbauer, die die Donzdorfer Fasnet erst zu dem machen, was sie ist!“

Und die ist weit über die Stadtgrenzen hinaus einzigartig. Zigtausende Besucher Jahr für Jahr an den Prunksitzungen und am Umzug beweisen dies nachhaltig. Eine Nachhaltigkeit, die sich der Kulturring Donzdorf e.V. über 50 Jahre hart erarbeitet hat.


 

Donzdorfer Fasnet

 

www.donzdorfer-fasnet.de